Altmühlwehr bei der HammermühleDie hier ca. 40 m breite Altmühl wird durch im Wasser liegende große Steinblöcke, zwischen denen und über die das Wasser fließt, um ca. 1 m angestaut. Seit dem Mittelalter betrieben die Fürstbischöfe von Eichstätt hier ein Eisen- und Hammerwerk, das noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Waffenschmiede diente und erst dann zu einer Mühle ("Hammermühle") umgebaut wurde. Die Stauanlage, die früher außerdem die Wasserkraft für eine Papiermühle lieferte, ist eine der neun Stauwerke, die nach der Altmühlregulierung 1927/30 im Kreis Eichstätt verblieben sind. Vorher hemmten in diesem Abschnitt 14 Wehre den Abfluß, obwohl die Altmühl auf ihrem 195 km langen Lauf vom Ursprung am Hornauer Weiher bis zur Mündung in die Donau lediglich ein Gefälle von 107 Höhenmetern aufweist. Die Altmühl ist damit der gefällärmste bayerische Fluß und wird deshalb auch als Bayerns "schüchternster" Fluß bezeichnet, der sich nach dem Volksmund erst dreimal umdreht, bevor er weiterfließt. Andererseits bieten die häufigen Windungen, die stillen Altwasserarme und die üppig bewachsenen Ufer den Fischen geschützte Heimstätten. Früher galt die Altmühl sogar als der fischreichste Fluß in ganz Bayern, an dem die Fischerei so bedeutend war, daß der Eichstätter Fürstbischof Wilhelm von Reichenau bereits 1482 eine AltmühlFischordnung erließ. Als besondere Delikatesse wurden vor allem die Altmühlkrebse geschätzt, "welche sich nicht allein die Herrn Kaufleute, so dortige Revier passieren, wohlschmecken lassen, sondern sie werden auch nach Nürnberg, München, Augspurg und anderen Orten mehr geführt und allda mit großem Nutzen verkauft", wie es in einem Fischereibuch von 1730 heißt. Leider sind die Krebse der Krebspest im Jahre 1880 zum Opfer gefallen, doch ist die Altmühl auch heute noch ein ergiebiges Fischwasser, in dem u. a. eingesetzte Karpfen, Schleien, Hechte, Zander und Aale gedeihen. |
Info-Adresse
Verkehrsamt Mörnsheim
Kastnerplatz 1 91804 Mörnsheim Tel.: 09145/83150 Fax:09145/831521 |
Hinweise |

